Ergebnisse der Lachforschung
Allgemein gilt: jedwede Art zu Lachen ist gesund. Ob wir nun über Gags, Witze, Pointen, über uns selbst, künstlich oder ursprünglich Lachen, wir stimulieren damit unser Immunsystem und tun gutes für den gesamten Organismus.
Inzwischen bekommen wir von Wissenschaftlern bescheinigt, dass ausgiebiges Lachen: die Produktion der Stresshormone Cortisol und Adrenalin reduzieren kann, die Immunabwehr stimuliert, Endorphine (körpereigene Morphine) frei setzt (siehe Cousins), die Ausscheidung von Cholesterin fördert, dass Herzinfarktkandidaten mit häufigem Lachen dem Infarkt vorbeugen können, die Produktion körpereigener Botenstoffe z. b. Gamma Interferon aktiviert, das die Vermehrung von Tumorzellen reduzieren kann. Das Lachen auch bei Allergien hilft (japanische Forschung) dass selbst 24 Stunden nach intensivem Lachen die positiven Wirkungen auf das Immunsystem noch nachzuweisen sind.
Allgemeine Begleiterscheinungen des Lachens
Männer Lachen mit mindestens 280, Frauen sogar mit 500 Schwingungen in der Sekunde. Die Atemluft wird dabei mit ca. 100 km/h und mehr ausgestossen. Das Zwerchfell hüpft, das Herz schlägt schneller, die Pupillen weiten sich, die Fingerkuppen werden feucht, die Beinmuskulatur erschlafft und manchmal auch die Blase. Die Darmtätigkeit wird angeregt. Zwerchfell und Solarplexus werden bei jeder Lachsalve intensiv massiert, was die Verdauung fördert, die Atemtiefe nimmt zu, verspannte Muskeln lockern sich. Durch erhöhten Sauerstoffverbrauch werden die Verbrennungs-vorgänge in den Zellen gefördert.
Lachen schafft also eine meditative Pause fürs Gehirn und erzeugt, indem es uns so von den Problemen des Alltags distanziert, ein Gefühl der Befreiung. Wer lernt, über seine Missgeschicke zu Lachen, anstatt sie in sich hineinzufressen, fördert seine Kreativität und erleichtert sich das finden von Lösungen.
Japanische Wissenschaftler fanden heraus, dass Lachen allergische Beschwerden lindern kann. Die Wissenschaftler testeten 26 Personen, die an Atopischer Dermatitis (Hauterkrankung) litten, mit verschiedenen Allergenen. Anschliessend wurden sie durch Comics und lustige Filme zum Lachen stimuliert. Resultat: die lachenden Testpersonen zeigten deutlich weniger allergische Reaktionen als die Ernsten.
Amerikanische Ärzte empfehlen Herzinfarktkandidaten, mehr über sich selbst zu Lachen. Wer sich nicht so ernst nehme und seine Selbstkontrolle nicht perfektionistisch betreibe, könne dem Herzinfarkt durch Lachen vorbeugen.
Insgesamt hat man eine positive Wirkung des Lachens festgestellt bei: Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Angstzuständen, Schlafstörungen, Magengeschwüren, Allergien und sogar Krebs. Das Zentrum des Lachens sitzt in der linken Grosshirnhälfte und ist cirka 4 cm gross. Lachen aktiviert alle Regionen des Gehirns und löst ein wahres Feuer-werk an elektrischen Impulsen aus.
Soziale Aspekte
Paul E. McGhee, Lachforscher und Präsident der 'Laughter remedy' in Monclai, USA, klärt grosse Konzerne über die Vorteile eines entspannten, humorvollen Arbeitsklimas, in dem gelacht werden darf und soll, auf.
Zusammenfassend könnte man seine Erfahrungen so beschreiben:
- das kontrollierende Denken wird durch Lachen unterbrochen.
- man ist offen für neues
- Lachen und Frohsinn steigert die Produktivität
- die Menschen werden durch Fröhlichkeit zufriedener, kreativer und spontaner
- wo gelacht wird, haben Wut, Zerstörung, Depression und Angst keinen Raum
- Humor macht den Menschen im Alltag belastungsfähiger
- Lachend schaffen wir Distanz zu unseren Problemen
- wir finden neue Lösungsansätze
- Lachen ist der grösste Feind des Stress oder besser der grösste freund des Glücks
Psycho-Neuro-Immunologie
Die Psychoneuroimmunologie (PNI) beschäftigt sich
seit den achtzigern mit dem
Informationsfluss zwischen unseren Körpersystemen (Kreislauf-Nerven-Immun-
Lymphsystem) und konnte beweisen, dass die Systeme, entgegen der ursprünglichen Annahme, miteinander korrespondieren.
Die Psychoneuroimmunologie stellt die Einheit unseres Geistkörpersystems wieder her, die vor ca. 350 Jahren von René Descartes und von der, auf seiner mechanistischen Weltanschauung basierenden Wissenschaft, aufgegeben wurde.
Psychologische Auswirkungen
Das Wort Humor kommt aus dem lateinischen (umor) und bedeutet Feuchtigkeit, Flüssigkeit. Nach dem römischen Arzt Galen (Galenos) wurden damit die menschlichen Körpersäfte gemeint. Zu diesen Körpersäften gehörten: Blut („Sanguis“): sanguinisch (heiter, aktiv) , Schleim („Phlegma“): phlegmatisch (passiv, schwerfällig) , sowie schwarze Galle („Melas Cholé“): melanchlolisch (traurig, nachdenklich) und gelbe Galle („Cholé“): cholerisch (reizbar und erregbar) . Mit den genannten Körperflüssig-keiten, bzw. deren vermehrten auftreten in einem individuum, wurden unterschiedliche Persönlichkeitsgrundzüge assoziiert. Waren die vier Körpersäfte in gleichen Anteilen vorhanden, sprach man von einem "guten Sinn für Humor".
Heute weiss man, dass Menschen sich nicht einfach in bestimmte Schubladen stecken lassen, sondern eine dynamische, sich ständig weiterentwickelnde Persönlichkeit haben. Ein Grundsatz jedoch ist seit Menschengedenken geblieben: wer mit einem Lachen durchs Leben geht, hat mehr davon.
Lachen öffnet Türen und Herzen
Wer viel lacht und lächelt, ist in der Regel mit sich selbst zufrieden und wer mit sich selbst zufrieden ist, hat immer genug Grund seiner Heiterkeit freien Lauf zulassen. Fängt man erst mal richtig zu Lachen an, setzt schnell ein positiver Kreislauf ein: ein vermeintlich hartes Schicksal lässt sich leichter ertragen, die Arbeit geht besser von der Hand und macht dementsprechend mehr und mehr Spass, usw. Menschen mit Humor meistern ihre Karriere zumeist spielerischer, Grieskrämer tun sich schwer und sind selbst bei guter Qualifikation meist nicht so erfolgreich wie fröhliche Menschen.
Lachen lockert, ebnet psychologische Hemmschwellen und bereinigt "schwierige" Situationen: wer kennt das nicht, kleine Verlegenheitsmomente können in jeder noch so eingespielten Gruppe auftreten, sei es privat oder am Arbeitsplatz, da hilft oft ein kleiner Witz (muss noch nicht mal so witzig sein, gelacht wird dennoch, aus der angespannten Situation heraus) um die Gruppe zum prusten zu bringen. Danach ist die allgemeine Stimmung gleich viel lockerer.
Lachen stärkt einerseits die Gemeinschaft, andererseits können Lachen und Humor erst durch die Gemeinschaft entstehen. Die erste "humorgebende Instanz" ist die Familien-gemeinschaft. Hier lernt der Zuwachs was lustig ist und was nicht. Mit den Jahren ent-wickeln viele Familien ihre eigene lustige "Sprache des Humors", haben ihre Dauerbren-ner an Witzen, mit denen letztendlich auch das Gefühl von Vertrautheit gegeben wird. Wo gelacht wird, ist man gerne Zuhause.
Humor ist also auch ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium der Gruppenzuge-hörigkeit, das wusste schon Goethe: "durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter, als durch das, was sie lächerlich finden."
Lachen ist das gesündeste Ventil um angestaute Aggressionen abzulassen. Oftmals ist Lachen eine mehr oder weniger bewusste Provokation, man macht sich über andere lustig. Schadenfreude ist zwar nicht unbedingt die "beste Freude", aber sie ist sehr leicht auszulösen, was sich die Film- und Fernsehindustrie gut zunutze macht. Lachen regt ausserdem die Kreativität an: durch Lachen distanziert man sich leichter von schwierigen Situationen, sieht die Welt in einem objektiveren Licht, wodurch neue Ideen sprudeln können. Festgefahrene Verhaltensmuster können durch Humor leichter beiseitegelegt werden. Die Liste der psychologischen Folgen des Lachens ist hiermit noch nicht vollständig.
Körperliche Auswirkungen
"Bleib immer Kind im Herzen, weil Kinder glücklich sind", die moderne Lachforschung macht deutlich, wieviel Wahrheit in diesem Spruch liegt, der so manches Poesiealbum ziert. Kinder Lachen oder Lächeln durchschnittlich 400-mal am Tag, während den Erwachsenen das Lachen mehr und mehr zu vergehen scheint: sie Lachen durch-schnittlich nur noch cirka 20-mal am Tag.
Die Tendenz ist bedauerlicherweise weiterhin sinkend. Verschiedenen Studien zufolge wurde vor 40 Jahren dreimal mehr gelacht als heute. Das ist umso bedauerlicher als das Lachen mit Sicherheit die beste Medizin ist. Bis zu 300 verschiedene Muskeln werden bei einem Lachvorgang aktiviert. Lachen ist wie innerliches Jogging des Organismus und gleichzeitg Balsam für die Seele.
Hat man sich erst einmal bewusst gemacht wie gut das Lachen tut, ist es leichter damit anzufangen, in den positiven Kreislauf einzusteigen. Auch wenn ihnen wirklich nicht zum Lachen zumute ist, Lachen sie trotzdem: so paradox es klingen mag: Lachen kann "trainiert" werden. Durch die Anregung der betreffenden Muskeln und das ingangsetzen physiologischer Vorgänge wird man fröhlicher. Das Lachen fällt dann immer leichter und die schützende Hand des Frohsinns hält Trauer und Frust besser von uns fern.
Vielleicht kennen sie das auch, sie tragen einen schweren Fernseher oder eine Wasch-maschine mit Freund oder Freundin in die vierten Stock. Schon im 2. OG geht ihnen die Luft aus, oder sie stecken in einer Ecke fest, oder aus irgendwelchen anderen Gründen kommen sie nicht vor und nicht zurück. Dann beginnt es, die Mundwinkel ziehen sich nach oben und ein befreiendes Lachen entschlüpft dem Körper. Setzen sie ihre Last ab und gönnen sie sich erst einmal fünf Minuten Lachpause, sie werden sehen, danach geht es wieder viel besser.
Lachen...
- erhöht die Lungenkapazität
- gibt tiefes Wohlbefinden
- ist die positiveste Kommunikationsform
- löst depressive und traurige Stimmungen
- ist ein Stresskiller
- ist joggen für die Organe
- fördert die Durchblutung
- stimmuliert die Muskulatur
- baut Blockaden ab
- fördert die Entspannung
- hat eine positive Auswirkung auf das gesamtbefinden
- ist einfach, jederzeit und überall aktivierbar
LACH-YOGA SCHWEIZ