Wirkungen

Lach-Yoga entspannt und entlastet - in Gruppen verbessert sich das soziale Klima, in Schulen erhöht sich die Motivation. Da durch regelmässiges Training die Grund-stimmung verbessert wird, steigt auch das körperliche Wohlbefinden. Ilona Papouseks Forschungen dokumentieren, dass das Lach-Yoga bestimmte Systeme im Gehirn aktiviert, die heiter, zufrieden und glücklich machen. "Geleitet hat mich die Frage, worin sich die Gehirnaktivität eines betrübten von der eines fröhlichen Menschen unterscheidet. In der Folge untersuchte ich, wie sich die Gehirnaktivität auf die peripheren Organe, etwa das Herz, auswirkt." Neurologen/-innen und Neurobiologen/-innen erforschten ausführlich die Auswirkungen von positiv- beziehungsweise Negativprogrammierungen im Gehirn, unter anderem auch im Zusammenspiel von Mimik und Gehirnaktivität. So trainieren intensive Übungen des Lach-Yoga unterschiedliche Funktionen des Gehirns: je öfter und regelmässiger die Übungen praktiziert werden, desto schneller findet man den Zugang zur Heiterkeit. Ilona Papousek dokumentiert mit ihrem Kollegen Günter Schulte, wie "im Gehirn gelacht wird": "Während des Lachens verlagert sich die Aktivität im frontopolaren Bereich des Gehirns von links nach rechts - dieser transfer ist immer dann zu beobachten, wenn sich die Stimmung hebt. Diese Verlagerung der Aktivität wird bei jenen Menschen, die regelmässig Lach-Yoga praktizieren, dauerhaft, übrigens auch bei Menschen, die regelmässig Meditieren."

 

Im Verlauf eines Lach-Yoga Seminars erleben die meisten Menschen einen Zustand des freien und unbeschwerten Lachens, der riesig Spass macht und ein Glücksgefühl vermittelt, das einige Tage anhalten kann. Viele Menschen stellen fest, dass sie durch die Erlebnisse im Lach-Yoga ihre heitere Seite wiederentdecken und vermehrt Lust bekommen, auch im Alltag wieder fröhlicher zu sein und mehr zu Lachen. In Gruppen und Teams entsteht durch das gemeinsame Lachen eine Verbundenheit und zwischenmenschliche Barrieren werden abgebaut.

 

Wirkungen, die über das schöne Erlebnis eines Intensiv-Seminars hinaus gehen, können nur mit anschliessendem regelmässigem Lach-Yoga Training über einen längeren Zeitraum erzielt werden:

 

- anhaltende Verbesserung der Grundstimmung (heiterer, optimistischer)
- Stress entlastende, entspannende Wirkung; man wird besser mit den Belastungen
  des täglichen Lebens fertig
- in Gruppen und Teams anhaltende positive Veränderungen des sozialen Klimas
- bei regelmässigem Training am Arbeits- oder Ausbildungsplatz Förderung der
  Motivation und der Verbundenheit mit den Kolleg-/innen und der Firma, Schule, usw.
- körperliche Gesundheit: wenn durch regelmässiges Lach-Yoga eine dauerhafte
  Verbesserung der Grundstimmung erreicht wird, können dadurch negative
  Effekte von Sorgen, Deprimiertheit und Stressbelastung auf die körperliche
  Gesundheit verhindert oder zumindest abgeschwächt werden. Dadurch sind
  Verbesserungen des körperlichen Wohlbefindens, in Krankheitsverläufen und
  Genesungsprozessen möglich. Vorallem kann erwartet werden: Erleichterung
  bei (chronischen) Schmerzen, Blutdruckregulierung
- bei Schwerkranken kann häufiges Lachen durch das schöne Erlebnis während des
  Lachens, durch Ablenkung und durch eine längerfristige Verbesserung der Grund-
  stimmung eine wesentlich erhöhte Lebensqualität resultieren (bei schweren
  Erkrankungen bitte Vorsichtsmassnahmen beachten).

 

Voraussetzung für diese Wirkungen ist regelmässiges Training, bei dem auch regelmässig ein Zustand der Erheiterung erreicht wird.

 

Weitere Effekte können unter Umständen dadurch erzielt werden, dass Lach-Yoga Übungen mit einer zumindest geringfügigen körperlichen Betätigung und einer verstärkten Atmung verbunden sind.

 

Für folgende Wirkungen gibt es noch keine oder unzureichende "Beweise"

Das heisst aber nicht das es nicht doch möglich wäre!

 

- für die Gesundheit relevante Veränderungen des Immunsystems ("Stärkung" des
  Immunsystems)
- für die Gesundheit relevante beeinflussung von Stoffwechsel-Vorgängen
- Verhinderung von Herzinfarkt
- Heilung von Krebserkrankungen oder anderen schweren körperlichen Erkrankungen;
  hier kann Lachen eine sinnvolle Begleitmassnahme sein (s. oben), kann aber
  keinesfalls die ärztliche Behandlung ersetzen. Bei schweren Erkrankungen muss der
  Arzt entscheiden, ob intensives Lachen ein Risiko darstellt.
- Heilung ernsthafter psychischer Erkrankungen; Menschen mit ernsthaften
  psychischen Erkrankungen (z.B. Depression, Angststörungen, Schizophrenie) dürfen
  Lach-Yoga nur unter der Anleitung von Fachleuten (Psychologen, Psychiater)
  ausüben. Lachen kann eine traditionelle fachgerechte Behandlung keinesfalls
  ersetzen.
- Ausschüttung von Endorphinen ("Glückshormonen")
- Abbau von Stress-Hormonen
- Hemmung von Entzündungen
- Muskelentspannung
- beruflicher Erfolg
- Lösung von bestehenden ernsten Konflikten in Gruppen und Teams
- schöner werden
- kreativer werden
- erotischer werden

 

Eine seriöse Methode

Die Grundlage für die Wirksamkeit des Lach-Yoga-Trainings sind bekannte psychologische und neurophysiologische Prozesse. Warum Lach-Yoga funktioniert und die Auswirkungen von Lach-Yoga sind naturwissenschaftlich erklärbar.

 

Lachen wirkt vertrauensbildend, wird in zwischenmenschlichen Beziehungen als Friedenssignal und Vorschuss an Vertrauen erkannt. Lachen ist das Signal sozialer bindungen, Grundlage sozialen lernens. Wenn also Kinder beim nächsten Familienfest "vor Lachen beinahe vom Stuhl fallen", sollte man sie doch nicht zum Lachen in den Keller schicken, sondern sich anstecken lassen: "indem Kinder sich gegenseitig zum Lachen bringen, lernen sie, vertrauen in andere zu fassen. Gleichzeitig trainieren sie ihre soziale Koordination, ein aggressionsfreies Zusammenwirken beim Spiel und das gegenseitige aufeinandereingehen."

 

Anders als etwa Gehen, Sprechen und Radfahren wird das Lachen nicht erlernt. "Es ist einfach da. Damit gehört das Lachen zu den so genannten Anthropogenen (von griechisch ánthropos „Mensch“ und dem Verbalstamm gen- mit der Bedeutung „entstehen“) Verhaltensmustern, über die wir Menschen von vornherein verfügen, weil sie als biologisches Erbe gespeichert sind - wie das Suchen nach der Mutterbrust, das Saugen und Schlucken oder auch das Weinen".